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Dr. Marit Wagler

Dr. Wagler: Einleiterlaubnis für Kaliabwässer ignoriert wissenschaftliche Erkenntnisse

Die Umweltpolitikerin der Linken im Thüringer Landtag, Dr. Marit Wagler, kritisiert die am 23.12.2021 durch das Regierungspräsidium Kassel erteilte wasserrechtliche Erlaubnis für die Einleitung von Abwässern aus den K+S Kaliwerken Neuhof-Ellers und Werra für die Jahre 2022-2027. „Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse belegen, dass gerade das Verhältnis der Salzionen zueinander betrachtet werden muss! So hilft es zum Beispiel wenig, nur einen Magnesiumgrenzwert festzulegen, ohne gleichzeitig das Verhältnis von Magnesium zu Kalzium zu betrachten. Süßwasserfische sind auf einen bestimmten Kalzium-Überschuss angewiesen, ohne den zumindest ihre Fortpflanzung stark eingeschränkt wird“, erklärt Dr. Wagler.

Die Umweltpolitikerin der Linken im Thüringer Landtag, Dr. Marit Wagler, kritisiert die am 23.12.2021 durch das Regierungspräsidium Kassel erteilte wasserrechtliche Erlaubnis für die Einleitung von Abwässern aus den K+S Kaliwerken Neuhof-Ellers und Werra für die Jahre 2022-2027. „Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse belegen, dass gerade das Verhältnis der Salzionen zueinander betrachtet werden muss! So hilft es zum Beispiel wenig, nur einen Magnesiumgrenzwert festzulegen, ohne gleichzeitig das Verhältnis von Magnesium zu Kalzium zu betrachten. Süßwasserfische sind auf einen bestimmten Kalzium-Überschuss angewiesen, ohne den zumindest ihre Fortpflanzung stark eingeschränkt wird“, erklärt Dr. Wagler.

Die promovierte Biologin kommt im Ergebnis der Würdigung der wasserrechtlichen Erlaubnis zum Schluss, dass hier mal wieder die wirtschaftlichen Möglichkeiten des Kalikonzerns Priorität hatten und nicht die Auswirkungen der eingeleiteten Salze auf die Gewässerlebewesen. Deshalb fordert die Umweltpolitikerin eine schnellstmögliche Anpassung des Bescheids, dessen Festsetzungen für die Werra am Pegel Gerstungen die Fortpflanzung von Süßwasserfischen bis 2027 unmöglich machen. Das verstößt aus Dr. Waglers Sicht wiederholt gegen das europäische Wasserrecht, welches seit 2015 einen guten ökologischen Zustand für alle Gewässer vorschreibt und Abweichungen davon maximal bis 2027 zulässt. „Spätestens 2027 müssten also in der Werra alle für diesen Fluss typischen Fischarten mit einem normalen Bestand an jungen und ausgewachsenen Fischen vorhanden sein. Das lässt sich mit dieser Salzbelastung nicht realisieren!“, erklärt die Abgeordnete abschließend.